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Einbrüche steigen stetig !


Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Hamburg ist im vergangenen Jahr massiv angestiegen, das geht aus der aktuellen Kriminalitätsstatistik hervor. Verantwortlich dafür sind vor allem "Reisende Täter". Das sind kriminelle Banden, die professionell in Hamburger Wohnungen einbrechen und dann schnell aus der Stadt verschwinden.

9.006 Einbruchsfälle wurden 2015 an die Polizei gemeldet, das sind 20 Prozent mehr, als noch im Jahr 2014. Das geht aus der aktuellen Kriminalitätsstatistik hervor, die Innensenator Andy Grote (SPD) und Polizeipräsident Ralf Martin Meyer am Montag im Polizeipräsidium vorgestellt haben.

Knapp die Hälfte der Einbrüche scheiterte allerdings schon bevor die Täter in Wohnung oder Haus eindringen konnten. 5.255 Mal waren die Einbrecher jedoch erfolgreich. Von den insgesamt 9.006 Fällen wurden 780 aufgeklärt, dies entspricht einer Quote von 7,8 Prozent. "Bei Einbruchsversuchen sind vergleichsweise weniger verwertbare Spuren vorhanden, was sich negativ auf die Aufklärungsquote auswirkt", erklärt Polizeipräsident Meyer und zieht ein Zwischenfazit: "Das ist der Bereich, der uns am meisten fordert."

"Reisende Täter" verschwinden umgehend

Warum bleiben über 90 Prozent der Einbrüche unaufgeklärt? Der Grund liegt bei den Täterprofilen, wie Senator Grote erklärte. Ein Großteil der Straftaten gehe auf das Konto von sogenannten "Reisenden Täter". Damit sind kriminelle Banden gemeint, die "professionell agieren" und nach der Tat schnell wieder aus Hamburg verschwinden.

Das Zeitfenster für die Aufklärung der Verbrechen bei Einbrüchen ist damit immer kürzer. Die Antwort der Polizei Hamburg auf diese Entwicklung ist die "Soko Castle", die im August 2015 eingerichtet wurde. Rund 90 Beamte, darunter Analysten, Zivilfahnder, Beamte des Mobilen Einsatzkommandos, aber auch Polizisten aus Lüneburg und Kiel arbeiten hier eng zusammen. Schon verzeichne man erste Erfolge, heißt es aus dem Polizeipräsidium. 24 Tatserien mit 217 Einzeltaten konnten aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote lag hier bei 53,7 Prozent.

Knapp die Hälfte der Straftäter kommt aus dem Ausland

Die Zahl der Straftaten insgesamt stieg in 2015 nur leicht um 1,7 Prozent auf knapp 244.000 Fälle. 43,8 Prozent der Taten wurden von der Polizei aufgeklärt, das waren 0,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Beamten ermittelten 73.808 Tatverdächtige, 54,8 Prozent von ihnen waren Deutsche, der Rest Ausländer. Zu berücksichtigen ist dabei, dass bei etwa jedem sechsten nichtdeutschen Tatverdächtigen (17,6 Prozent) wegen eines Verstoßes gegen das Aufenthaltsrecht ermittelt wurde. Die Polizei zählt ferner jeden Tatverdächtigen nur einmal, egal wie viele